BridgeRunning – gemeinsames nächtliches Lauferlebnis
© SIP / Johannes Langer
20. Jan 2016

BridgeRunning – gemeinsames nächtliches Lauferlebnis

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“, munterte einst Mahatma Gandhi seine Anhänger auf. Aus aller Welt folgen jährlich Hunderttausende dieser Forderung bei den internationalen Laufveranstaltungen, zum größten Teil ohne es bewusst anzustreben. Aber die völkerverbindende Komponente großer Laufveranstaltungen mit Teilnehmern aus Ländern aller Kontinente, die gemeinsam friedlich laufen, ist mehr als nur ein Zeichen. Miteinander ein laufendes Zeichen setzen und in die Welt senden: Frieden, Versöhnung und Völkerverbindung.
Mit dem Slogan „Building Bridges“ hat sich in Salzburg eine Laufinitiative etabliert, die die Gedanken des sportlichen Miteinanders in wöchentliche Treffen umsetzt. Das Konzept ist simpel und erfolgreich: Treffpunkt ist immer am Dienstagabend um 19:30 Uhr, jeweils an einem rechtzeitig bekannt gegebenen, variierenden Ort und jedes Mal bestimmt ein neuer „Kapitän“ die Laufrunde, welche stets eine Distanz von sieben bis acht Kilometern darstellt.


In der Gemeinschaft

Die Vorteile liegen auf der Hand: Erstens, die Gemeinschaft: Laufen in der Gemeinschaft bereitet deutlich mehr Vergnügen, das Tempo ist so gewählt, dass man sich gerne auch während des Laufens unterhält. Überhaupt steht das Miteinander beim BridgeRunning im absoluten Vordergrund. Wer etwas schneller laufen möchte als die anderen, wartet an ausgewählten Punkten und vertreibt sich die Zeit mit einigen Kräftigungs- und Koordinationsübungen. Somit ist sichergestellt, dass einerseits miteinander gelaufen wird und dass andererseits Läuferinnen und Läufer jeden Leistungsniveau gemeinsam an dieser Aktivität teilnehmen können. Ab sofort startet die Initiative BridgeRunning auch in Wien.


Regelmäßigkeit mit Flexibilität

Zweitens die Abwechslung: Jeder Läufer hat seine individuellen Trainingsrunden genau im Kopf, die er immer und immer wieder abspult. BridgeRunning garantiert, dass man auch neue Laufwege inmitten jener Stadt, in der man wohnt, entdeckt. Dadurch, dass Woche für Woche ein anderer „Kapitän“ die Strecke wählt, sind Spontaneität und Abwechslung garantiert und man kann die schönsten Plätze Salzburgs aus einer ganz neuen Perspektive genießen. Drittens der Rahmen: Das Beste am BridgeRunning, es gibt keine Teilnahmebedingungen und keine Teilnahmevoraussetzungen. Jede und jeder kann mitmachen und wird harmonisch in die BridgeRunning-Community aufgenommen. Viertens die Metapher: BridgeRunning trägt seinen Namen daher, da die Laufrouten in Städten häufig über Brücken führen. Als architektonisch-funktionale Bauwerke, die gleichzeitig oft Kunstwerke sind, sind sie essentiell für den Bewegungsraum in einer Stadt. Metaphorisch sind Brücken Verbindungen zwischen Völkern, Gesellschaften und Kulturen, Religionen oder zwischen Tradition und Moderne. Genau diese Botschaft sendet das gemeinsame Laufen beim BridgeRunning ebenfalls aus.