Wenn Frühlingsgefühle auf die Läufer wirken
© SIP / Johannes Langer
10. Mar 2016

Wenn Frühlingsgefühle auf die Läufer wirken

Der Begriff „Frühlingsgefühle“ münzt den Erwachungsprozess der Natur nach dem kalten Winter auf die Empfindung der Menschen um. Tatsächlich basiert diese alljährlich wiederkehrende Empfindung auch auf biologische Vorgänge. Durch die steigende Lichtintensität schüttet der Körper vermehrt Serotonin und Dopamin aus, was für ein allgemein besseres Befinden bis hin zu einer leichten Euphorie sorgt. Zwar hat die vermehrte Hormonausschüttung in anderen Lebenslagen einen wesentlich größeren Einfluss, ein Läufer kann sich diese jedoch auch bei der Ausübung seiner Lieblings-Sportart zu Nutze machen. Denn vor allem Dopamin macht uns agiler und treibt uns an.

Durch die längeren Tage werden die Verhältnisse für Läufer bei ihrer regelmäßigen Abendrunde im Laufe des Frühlings immer besser. Ein gezieltes Training ist nun leichter und entspannter durchzuführen als bei kalten Temperaturen im Winter. Außerdem entnehmen wir der erwachenden Natur in unserem Umfeld deutlich mehr motivierende Eindrücke, was sich euphorisierend auf unsere Stimmungslage auswirkt. Die wärmeren Temperaturen animieren ohnehin einen inneren Bewegungsdrang und schnell stellen sich die Frühlingsgefühle auch beim Laufen ein.


Frühlingsgefühle vs. Frühjahrsmüdigkeit

Ganz genau im Gegensatz zu Frühlingsgefühlen tritt jedoch im Frühjahr bei vielen Menschen auch ein anderes Phänomen auf – die Frühjahrsmüdigkeit, die vor allen Dingen in Gegenden, wo große Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten vorherrschen, auf dem Vormarsch ist. Dabei hat die Frühjahrsmüdigkeit nichts mit der Jahreszeit Frühjahr direkt zu tun, sondern es sind Altlasten, die der Körper aus dem Winter mitschleppt und die sich in Schlappheit, Lustlosigkeit und fehlende Konzentration äußern. Fakt ist, dass der Körper in dieser Phase die Produktion des Schlafhormons Melatonin ankurbelt, die Wissenschaft ist sich noch nicht einig, warum er dies tut.

Um gegen die Frühjahrsmüdigkeit anzukämpfen, bietet ein aktives Leben einige wichtige Komponenten, die dich wieder auf Trapp bringen. Gesunde Ernährung mit vitaminreichem Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, ausreichend Schlaf und viel Zeit an der frischen Luft sind natürliche Bekämpfer von Melatonin. Das größte Erfolgsgeheimnis ist allerdings die regelmäßige sportliche Bewegung selbst: Sie stärk dass Immunsystem, hält den Kreislauf in Schwung und erhöht den Sauerstoffbedarf der Muskeln und Organe – womit der Körper aktiviert ist und sich nicht von einer Frühjahrsmüdigkeit einlullen lässt.