Streckenrekord und EM-Limit für Ruth van der Meijden
© Salzburg Marathon / Uwe Brandl
01. May 2016

Streckenrekord und EM-Limit für Ruth van der Meijden

Die Niederländerin Ruth van der Meijden war mit einem großen Ziel beim Sparkasse Halbmarathon angetreten. Ein kurzer Blick auf die Zeitmessung genügte, um Jubelgefühle in ihr auszulösen. Denn die 31-Jährige unterbot die Vorgabe des holländischen Leichtathletikverbands für eine Teilnahme an den Heim-Europameisterschaften im Halbmarathon in Amsterdam im Sommer um neun Sekunden und schaffte in einer Zeit von 1:13:01 Stunden einen neuen Streckenrekord auf dem 21,0975 Kilometer langen Kurs durch die Mozartstadt. „Ich habe das Rennen konservativ begonnen. Ich habe die Stimmung an der Strecke und die wundervolle Kulisse mit den Bergen sehr genossen. Auf der zweiten Streckenhälfte habe ich noch einmal beschleunigt, ich bin sehr glücklich“, analysierte die Holländerin ihr Rennen. Vor einem Monat hatte sie auf der pfeilschnellen Strecke in Berlin eine Zeit von 1:13:20 Stunden geschafft, nun unterbot sie ihre persönliche Bestleistung auf der flachen Strecke in Salzburg um 19 Sekunden.

Mit Natalia Steiger (Brunn Am Gebirge) beendete die schnellste Österreicherin das Rennen in einer Zeit von 1:24:00 Stunden auf dem zweiten Platz, Dritte wurde Lea Laukat (Honeder Naturbackstube Laufsport).

Hervorragender Halbmarathon durch Somalier Hassan

Sportlich hochwertig war nicht nur der 13. Salzburg Marathon, sondern auch der Halbmarathon. Bei den Herren sorgte Mohamed-Abdirizak Hassan aus Somalia mit einer Zeit von 1:09:15 Stunden für die erste Siegerzeit in Salzburg unterhalb der Marke von 1:10 Stunden seit 2011. „Ich bin sehr zufrieden, es war ein sehr gutes Rennen für mich“, analysierte der 20-Jährige und fügte mit einem schlemischen Lächeln an: „Nur ein bisschen wärmer hätte es sein können.“ Hassan kam vor elf Monaten nach Österreich, lebt in Imst in Tirol und hat erst hierzulande ernsthaft mit dem Laufsport begonnen, was sein großartiges Talent unter Beweis stellt. Nach Rang zwei im Halbmarathon beim Linz Marathon feierte er nun vier Wochen später seinen größten Sieg. Die ersten 50 Minuten des Rennens absolvierte er gemeinsam mit der äthiopischen Marathon-Spitze, ehe er sich in der Schlussphase der ersten Runde absetzte und seine starke Leistung finalisierte. Anschließend stand der äußerst sympathische Somalier den Journalisten und Fotografen sehr offen für Interviews und Fotos zur Verfügung und beeindruckte mit sehr gutem Deutsch.

Ebenfalls hervorzuheben sind die Leistungen der Verfolgergruppe, die rund zwei Minuten nach dem Sieger in die Salzburger Altstadt einlief. Fünf Läufer lieferten sich auf den letzten Kilometern ein packendes Duell um die restlichen Podestplätze. Der Österreicher Stephan Thurner (SC Breitenwang) in einer Zeit von 1:11:15 Stunden und der Slowake Marek Hladik hatten den längsten Atem und sicherten sich die Ränge zwei und drei.