Viel Bewegung im Kindesalter essentiell
© Salzburg Marathon / Bryan Reinhart
02. Mar 2017

Viel Bewegung im Kindesalter essentiell

Jahr für Jahr liefern sie die emotionalsten Augenblicke im Laufe der „Get active days“ beim Salzburg Marathon – die rund 1.700 Kinder und Jugendlichen, die ihre Bewegungs- und Einsatzfreude im Rahmen des Get active Junior-Marathon ausdrücken und ein wunderbares Lauferlebnis genießen. Für viele ist es der erste Auftritt bei einer Sportveranstaltung.


Projekt mit viel Engagement und Unterstützung

Hinter dem „Get active“ Junior-Marathon steht die größte Initiative für Kinder und Bewegung im Bundesland Salzburg. Landesschulrat Johannes Plötzeneder ist ein starker Befürworter. Dem veranstaltenden Verein Club RunAustria liegt die Initiative sehr am Herzen, daher wird auch die kostenlose Voranmeldung für alle Kinder und Jugendlichen, die sich dieses fantastische Lauferlebnis nicht entgehen lassen möchten, ermöglicht. Das engagierte Bemühen beginnt lange im Vorfeld. Ausgebildete Sportlehrer und -studenten besuchen Schulen im gesamten Bundesland, die am „Get active“ Junior-Marathon interessiert sind, und führen anhand von eigens kreierten Stundenbildern Bewegungseinheiten in den Turnstunden durch. Dadurch und mit ihrer Teilnahme am „Get active“ Junior-Marathon soll Kindern und Jugendlichen die Schönheit und das Vergnügen am Laufsport vermittelt werden. Damit wird der Nachwuchs nachhaltig für mehr Bewegung begeistert.


Bewegung im Kindesalter essentiell

Dass viel Bewegung im Kindesalter für die Entwicklung der jungen Menschen essentiell ist, ist leicht nachvollziehbar. Denn es liegt in der Natur von Kindern, sich zu bewegen. Leider bremsen moderne gesellschaftliche Rahmenbedingungen wie Stadtwohnungen, beidseitige berufliche Verpflichtungen der Eltern oder das Überangebot an moderner und digitaler Technik den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder massiv ein.

Immer wieder lenkt die Sportwissenschaft ihre Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit von regelmäßiger Bewegung im Kindesalter. Eine aktuelle und sehr interessante Erkenntnis kommt aus Norwegen. Wissenschaftler der Universität Trondheim haben anhand einer Langzeitstudie mit rund 800 beteiligten Kindern herausgefunden, dass viel Bewegung im Kindesalter Depressionen im späteren Leben nicht nur vorbeugen, sondern den Ausbruch sogar verhindern kann. Studienleiterin Tonje Zahl ermahnt Mediziner, Eltern und die Sozialpolitik, für ein Umfeld zu sorgen, das Kindern die nötige Bewegung ermöglicht.


Österreichs Jugend bewegt sich unzureichend

Wie wichtig Initiativen wie der „Get active“ Junior-Marathon in der heutigen Zeit sind, belegt auch eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitut (IMAS). Wie die Kronenzeitung in ihrer Ausgabe vom 25. Februar berichtet, sind fast die Hälfte der erwachsenen Österreicher der Meinung, dass sich Österreichs Kinder zu wenig bewegen. Als Hauptgründe dafür nannte der Großteil der über 1.000 Befragten den technischen Fortschritt der letzten Jahre, mit denen die Kinder und Jugendlichen von heute aufwachsen und ihnen einen Großteil der Freizeit widmen. Auch bemängelten sie die fehlende Vorbildwirkung vieler Eltern, was der anerkannte Wiener Soziologe Otmar Weiß in einem Interview in der Kronenzeitung nachdrücklich bestätigt.