Acht starke Gründe, einen Marathon zu laufen
Salzburg Marathon / Peter Steffney – Salzburg Marathon / Bryan Reinhart – Salzburg Marathon / Gerold Pummer
05. Mar 2015
Thomas Kofler Thomas Kofler

Acht starke Gründe, einen Marathon zu laufen

Du spielst mit dem Gedanken einen Marathon zu laufen? Wir zeigen dir acht Gründe auf, warum du dieses Vorhaben unbedingt in die Tat umsetzen solltest:

1. Mythos Marathon

Schauplatz antikes Griechenland: Ein Läufer machte sich im Jahr 490 v. Chr. auf dem Weg vom Städtchen Marathon nach Athen, um den Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon über die Perser zu verkünden. Nach den Worten „Wir haben gesiegt“ sei er tot zusammengebrochen, der Mythos Marathonlauf war geboren. So weit die Legende, die bei der Gründung der Olympischen Spiele der Moderne eine wichtige Rolle übernahm. Mit der Etablierung des Marathonlaufs auf historischen Spuren von Marathon nach Athen war vor 119 Jahren die Wiedergeburt des Mythos Marathon geschafft. Seit nun mehr 91 Jahren ist die Distanz eines Marathons offiziell auf exakt 42,195 Kilometer festgesetzt und im Rahmen der seit den 70er Jahren des vergangenen Jahres allgemeinen Fitnesstrends in unserer Gesellschaft hat der Marathonlauf eine riesige Faszination auf Läufer weltweit entfacht. Ob Abenteuer, Herausforderung oder Mythos – die Marathondistanz entfacht ein spannenderes Flair als jede andere Laufdistanz, einen einzigartigen verführerischen Reiz und bildet ein Ziel, welches für jeden Menschen erreichbar ist. „Der Marathon ist der Mount Everest des kleinen Mannes“, sagte der erfahrene Laufveranstalter Heinz Spies einst.

 
2. Lauferlebnis(se)

Jeder Marathon ist ein besonderes Lauferlebnis an sich. Jeder Marathon bietet aber zig einzelne Lauferlebnisse für die persönliche Perspektive, die dem außenstehenden Beobachter verborgen blieben. Ob eine besonders motivierende Botschaft am Streckenrand, ein außergewöhnlicher Beifall von Zuschauern, ein besonders emotionaler Zieleinlauf oder ein wunderschönes Andenken. Laufe die 42,195 Kilometer mit offenen Augen, lerne neue Menschen kennen, führe eine nette Unterhaltung mit einem Leidenskumpanen. Eines ist gewiss: Die gemeinsame Freude mit den anderen Teilnehmern im Ziel eines Marathon ist ein fantastisches Gefühl!

3. Laufe gemeinsam mit den Stars

Welche andere Sportart ermöglicht es dir, gemeinsam mit deinen Idolen und Helden an einem Wettkampf teilzunehmen? Ein Show-Match mit Roger Federer? Ein Autorennen gegen Sebastian Vettel? Oder ein Fußballspiel gegen Lionel Messi? Grundsätzlich undenkbar! Gemeinsam mit Olympiasiegern und Weltrekordhaltern einen Marathon laufen? Kein Problem! Das ist selbst eine Besonderheit innerhalb der Leichtathletik, denn ein Sprintduell gegen Usain Bolt ist weit schwieriger umzusetzen als ein gemeinsamer Marathon mit Wilson Kipsang. Wenn also bei einem Marathon die Elite an der Spitze den Weltrekord jagt, jagst zu zeitgleich im hinteren Feld deinen persönlichen Zielen hinterher. Verschiedene Ambitionen ganz klar, aber der ein und derselbe Wettkampf. Wenn die Stars Sportgeschichte schreiben, kannst du live mit dabei sein und ein kleines Kapitel dieser Geschichte mitschreiben!

4. Inspiration

Geht es bei vielen Sportarten vordergründig ums Gewinnen oder ums Verbessern von Bestleistungen, spielt dies beim Marathonlauf vielleicht bei der Elite eine Rolle, nicht jedoch im Feld der Hobbyläufer. „Beim Laufen ist es egal, ob du als Erster ins Ziel kommst, mit der Masse oder als Letzter. Du kannst sagen: ,Ich habe gefinisht.’ Und darin liegt jede Menge Genugtuung“, philosophiert Fred Lebow, langjähriger Renndirektor des New York City Marathon. Zwar nehmen abertausende Menschen weltweit an Marathons Seite an Seite teil, jeder läuft jedoch für sich und sein Ziel, die Ziellinie zu erreichen. Selbst Haile Gebrselassie unterstrich einst: „Wenn du einen Marathon läufst, dann läufst du gegen die Distanz – und nicht gegen die anderen Läufer oder gegen die Uhr.“ Schaffst du dein Ziel, auf das du dich monate- oder sogar jahrelang vorbereitet hast, und beendest einen Marathon, bist du dank deiner dargelegten Selbstdiszplin, Unternehmungslust, dem Mut und Selbstvertrauen eine Inspiration und Vorbild für andere Menschen. Gleichzeitig lass auch dich von Erlebnissen und Begegnungen inspirieren!

5. Auszeichnung

Eine weitere Tradition unterschiedet den Marathon von zahlreichen anderen Sportarten. Zwar wird auf der Resultatsliste zwischen Sieger, Zweitplatzierten usw. formal unterschieden, bei einem Marathon darf sich aber jeder, der die Ziellinie erreicht, als Sieger fühlen und wird auch als Sieger im Ziel empfangen. Deswegen erhalten nicht nur die ersten Drei, sondern sämtliche Marathonfinisher eine Teilnehmer-Medaille im Ziel. Diese Teilnehmer-Medaille ist jedoch nicht nur ein Symbol des Sieges, es ist ein Symbol der Selbstbestätigung: „Ich hab es geschafft. Und darauf kann ich mit Recht stolz sein!“ Marathons generieren dadurch auch einen gewissen Sammlerwert: Nicht nur die zahlreichen unvergesslichen und wunderschönen Erinnerungen, sondern auch materielle in Form von Medaillen und Zertifikaten. Bis zum hauseigenen Trophäenschrank ist es also nicht weit! Und das Schöne dabei: Kein Marathon ist gleich wie der andere, jeder Marathon ist ein besonderer, selbst wenn man zum zehnten Mal im Rahmen derselben Veranstaltung läuft.

6. Gesundheit

Ausdauersport ist gesund. Wissenschaftlich bewiesen bringt regelmäßiges Laufen zahlreiche bedeutende Vorteile für deine Gesundheit. Entgegen mancher Volksmeinung ist auch Marathon laufen gesund. Die einzige unerlässliche Voraussetzung dafür ist, dass man den Körper auf einen Marathonlauf sehr gut vorbereitet und intensiv auf diese lange Belastung hintrainiert. Und da sind wir schon beim nächsten Punkt, der enorm Gesundheitsfördernd ist. Wer sich nämlich auf einen Marathon vorbereitet, trainiert über eine lange Zeitspanne regelmäßig, sorgt damit, dass der Körper fit bleibt, lebt währenddessen gesund, ernährt sich bewusst und ausgeglichen und verbringt ausreichend Zeit an der frischen Luft. Die Vorbereitung auf einen Marathon gilt als äußerst gesund und wirkt sich positiv auf das alltägliche Leben aus. Gelingt die Vorbereitung, ist auch ein Lauf über 42,195 Kilometer eine wohltuende Herausforderung für Körper und Gesundheit.


7. „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker!“

Diese Floskel wird im Alltag häufig fehl am Platz verwendet, in gewisser, abgeschwächter Weise trifft sie aber auf den Marathonlauf zu. Zwar ist bei einer guten Vorbereitung das Risiko „sich umzubringen“ schwindend gering, stärker macht dich ein Marathon auf jeden Fall. Denn bei einem Marathon lernst du 42,195 Kilometer lang mit Schmerzen, Tränen, Schweiß und Blut umzugehen und dich zu für die Erreichung deines Ziels zu überwinden und den inneren Schweinehund zu besiegen. Nicht umsonst lautet einer in Laufkreisen gängiger Spruch: „So lange du keinen Marathon läufst, lernst du nie richtig fluchen!“ Doch die positiven Folgen, derartige Strapazen in Kauf genommen und besiegt zu haben, werden dich überzeugen! Der Marathonlauf verändert deinen Charakter auch außerhalb des Laufsports. Verbesserungen im sozialen gesellschaftlichen Umgang oder bessere berufliche Aussichten sind bereits wissenschaftlich nachgewiesen.

8. Reiselust

Marathons gibt es mittlerweile in allen Teilen der Welt. Und Marathons finden meistens auch an attraktiven Orten statt. Ein Lauferlebnis im Rahmen eines Marathon stillt deshalb gleichzeitig die Herausforderung Marathon, das Kennenlernen fremder Länder und Kulturen, Sightseeing weltbekannter Gebäude und Städte sowie die Reiselust. Beispielsweise führt die Strecke des Salzburg Marathon nahezu an allen Sehenswürdigkeiten und schönen Plätzen der Stadt vorbei. Nicht anders ist es in Wien, London, Paris, New York, Tokio, Rom oder an Hunderten weiteren Austragungsorten von Marathons. Außerdem stellt ein Ausflug zu einem Marathon auf noch unbekanntem Terrain bei richtiger Herangehensweise eine gut durchdachte und hervorragend geplante Reise dar, was den freizeitlichen Aufenthalt an Ort und Stelle abseits der sportlichen Verpflichtungen sehr angenehm gestaltet.