Sechs Fehlerquellen für Verletzungsanfälligkeit
Nike
14. Apr 2015
Thomas Kofler Thomas Kofler

Sechs Fehlerquellen für Verletzungsanfälligkeit

„Von 100 Läufern ist nur einer ein physisches Genie, das gegen Verletzungen immun ist“, definierte einst der ehemalige US-amerikanische Sportmediziner und Lauf-Journalist George Sheehan. Also sind 99% der Läufer gezwungen, aktiv auf ihre Physis zu achten, um den Verletzungsteufel in die Flucht zu schlagen.


Fehlerquelle 1: ein zu hoher Laufumfang

Kenne dein Limit im Training und respektiere es! Wer zu häufig sein Limit überschreitet, fordert von seinem Körper zu viel. Und der reagiert auf seine natürliche Art und Weise: er ist anfälliger für Verletzungen. Häufig haben Läufer das Problem, dass sie die Motivation zu einem „zu schnell zu viel und zu hart“ verleitet – oder zu übertriebenen Leistungssprüngen im Trainingsumfang. Besonders in diesem Fall ist es wichtig, sich auf Trainingsplänen von Experten zu schützen, um Verletzungen aufgrund von Überbelastungen zu vermeiden.


Fehlerquelle 2: die Signale des Körpers missachten

Wenn der Körper zum Athleten spricht, hat er grundsätzlich wichtige Dinge mitzuteilen. Besonders bei sportlicher Belastung sollte man deshalb dem Körper auf jeden Fall gut zuhören und ihn verstehen lernen. Misslingt diese Kommunikation, wird die Rechnung früher oder später gnadenlos präsentiert. Verspürst du also Schmerzen, solltest du auf deinen Körper hören. Die Belastung aufrecht zu halten führt nur zu schlimmeren Verletzungen.


Fehlerquelle 3: fehlendes Muskeltraining

Laufsport gelingt nicht mit Lauftraining alleine. Begleitendes Muskeltraining insbesondere im Bereich der Körpermitte kräftigt deinen Körper, balanciert ihn besser aus und beugt Verletzungen vor. Denn bei regelmäßigen Kräftigungsübungen hat dein Körper ein besseres Rüstzeug, die Belastungen des Laufens besser zu verarbeiten. Besonders das Knie ist weniger verletzungsanfällig, wenn die Hüftmuskulatur trainiert ist.


Fehlerquelle 4: unzulängliches Aufwärmprogramm

Verletzungen bei sportlichen Aktivitäten sind häufig die Folge von einer unzulänglichen Aufwärm-Tätigkeit. Das ist im Laufsport nicht anders. Besonders hoch liegt die Belastung bei langen Läufen auf der Muskulatur im Bereich der Wade und der Achillessehne – hier entstehen häufige Läufer-Verletzungen. Umso wichtiger ist es, gerade diese Muskelpartien optimal aufzuwärmen, bevor der Startschuss zum Training oder zum Rennen erfolgt.


Fehlerquelle 5: zu viele Rennen

Auch wenn es im österreichischen Laufsport einige Beispiele gibt, die diesen Ratschlag widerlegen. Nicht jeder sportliche Körper ist darauf ausgelegt, viele Rennen oder viele Speedläufe im Training in kurzer Zeit zu absolvieren. Weniger ist manchmal mehr! Denn Wissenschaftler haben in Studien dargelegt, dass die Kombination aus häufigen Speedläufen im Training und vielen Rennteilnahmen die Verletzungsanfälligkeit massiv erhöht.


Fehlerquelle 6: der falsche Schuh

Der Laufschuh ist das wichtigste Werkzeug des Läufers, welches nicht zu seinem Körper gehört. Während der Läufer seinen Körper selbst auf die sportlichen Belastungen seines Lauftrainings vorbereiten kann, ist dies bei den Laufschuhen nicht möglich. Sprich, der Schuh muss sitzen! Selbstverständlich sinkt auch die Verletzungsanfälligkeit, je besser abgestimmt der Schuh auf den Läufer ist. Da hier individuelle Bedürfnisse eine gewichtige Rolle spielen, ist eine fachgerechte Beratung beim Kauf der Laufschuhe unerlässlich.