Winterliche Herausforderung
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26. Jan 2017
Thomas Kofler Thomas Kofler

Winterliche Herausforderung

In gut 14 Wochen steht der Salzburg Marathon auf dem Programm – der Höhepunkt im Lauffrühling 2017. Der Zeitpunkt, die konkrete Vorbereitung auf die Herausforderung Marathon oder Herausforderung Halbmarathon zu starten, hat uns längst überholt. Doch wenn wir aktuell die Laufschuhe anziehen und die Haustüre öffnen, weist wenig auf den immer näher tretenden Lauffrühling hin. Eine rekordverdächtige Kälteperiode hat uns aktuell im Griff und lässt die Erinnerungen an die perfekten Laufbedingungen der vergangenen beiden Winter unglaubwürdig erscheinen.


Laufen bei Frost

Die niedrigen Temperaturen beeinträchtigen unsere Laufrunden nachhaltig. Insbesonders betrifft dies all diejenigen, die ihre Laufrunde aus beruflichen Gründen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen müssen. Aber sie sind kein Grund, dem Schlendrian eine Chance zu geben. Bis zu Temperaturen um -10°C ist Sport an der frischen Luft absolut unbedenklich, wenn man sich entsprechend kleidet. Ist die Luft einmal deutlich kälter, sollte eine Laufeinheit nicht ersatzlos gestrichen werden. Kräftigungsübungen auf der Trainingsmatte zu Hause bieten eine willkommene Abwechslung und halten den Körper und die Muskeln in Schwung.


Richtig gekleidet

Entscheidend beim Laufen im Winter ist die richtige Kleidung. Dabei ist es ein Fehler, zu viele Kleidungsschichten übereinander zu legen. Denn Overdressing hat dieselben unangenehmen Konsequenzen wie Underdressing, nämlich eine größere Anfälligkeit für gesundheitliche Schwächung. Ein guter Richtwert ist folgender: Hat man zu Beginn der Trainingsaktivität leicht zu kalt und erwärmt man sich nach wenigen Minuten, hat man das richtige Maß erwischt. Man kann der vorherrschenden Temperatur zwischen 10° und 15°C dazu addieren und laut diesem Wert die Kleidung auswählen. Ein absolutes Muss ist natürlich funktionelle Kleidung, die die Feuchtigkeit optimal von innen nach außen transportieren. Damit wird die Gefahr von Verkühlung massiv verringert.
Ebenfalls nicht vergessen darf man, abstehende Körperteile wie Hände oder Ohren ordentlich zu wärmen. Und die Augen vor der durch den Schnee deutlich verstärkten Sonneneinstrahlung zu schützen. Das dritte Gebot betrifft die richtige Schuhauswahl. Optimaler Halt bei rutschigem Untergrund ist essentiell. So genussvoll die verschneite Kulisse für das Wohlgefühl ist, so schnell können die winterlichen Verhältnisse im wahrsten Sinne des Wortes zum Stolperstein werden. Eine kurze, ungewollte Bewegung oder ein abruptes Rutschen können bereits ärgerliche Folgen haben.


Laufpause bei Grippe

Die Winterzeit ist die Rushhour für Grippewellen, leichtere Symptome der Verkühlung und alles was dazu gehört. Der große Feind des Läufers, der den Zielen im Frühjahr nachjagt und eine Pause aufgrund einer Erkrankung unbedingt vermeiden will. Fakt ist: Bei einer Grippe oder anderem vitalen Infekt ist es essentiell, sich eine Trainingspause zu gönnen und erst wieder ins Training zu starten, wenn der Infekt komplett auskuriert ist! Fakt ist auch, ein aktiver Läufer hat dank seines besseren Immunsystems gute Chancen, nicht am allgemeinen Nies- und Schnäuz-Konzert teilnehmen zu müssen. Die Laufrunde birgt bei erträglicher Kälte keine erhöhte Gefahr, sofern man nur die Zeitspanne der sportlichen Aktivität im Freien verbringt. Das Herumwarten davor und besonders danach ist natürlich fast die Garantie einer Erkältung. Demnach empfiehlt es sich, das Aufwärmtraining oder das leichte Cool-Down innerhalb der eigenen vier Wände zu absolvieren.