Gesund an den Start!

Dr. Holger Förster: „Gesund an den Start!“

Wer bei den Bewerben des 16. Salzburg Marathon an Start geht, muss bei guter Gesundheit sein. Ein Besuch beim Sportarzt gehört zu einer idealen Vorbereitung auf ein Lauf-Event. Gesundheitsuntersuchungen sollte ohnehin jeder machen, nicht nur Marathonläufer, betont Dr. Holger Förster.


„Ein gesunder Organismus ist die Voraussetzung, um die Belastungen eines Marathonlaufs auszuhalten“, unterstreicht Salzburg-Marathon-Arzt Dr. Holger Förster. Der erfahrene Sportarzt steht am Wochenende des Salzburg Marathon beim Medical Service auf der SportMall@Salzburg Marathon allen Läuferinnen und Läufern für Fragen, Tipps und zur Klärung kleiner Zweifel oder Fragezeichen zur Verfügung. Sein Credo ist identisch mit jenem des Veranstalters: Wer an den Start eines Wettkampfs geht, muss bei guter Gesundheit sein. Dafür sind regelmäßige Gesundheitschecks bei kompetenten Sportärzten der richtige Weg. „Wenn ich den Laufsport im gesunden Bereich, also nicht exzessiv, ausübe, überwiegen die Effekte des Ausdauersports einem gesundheitlichen Risiko bei weitem. Aber ich muss gesund sein, das ist ganz wichtig!“, verdeutlicht er.

Verpflichtend sind so genannte Sporttauglichkeitsuntersuchungen bei österreichischen Laufevents nicht. Ganz im Gegensatz zu Italien, das Dr. Förster für seine Vorreiterrolle lobt. Denn damit würden Sportlerinnen und Sportler zu sportärztlichen Untersuchungen gezwungen, die „für alle gut wären, nicht nur für Sportler.“ In Italien machen verpflichtende Sporttauglichkeitsuntersuchungen deshalb besonders Sinn, weil Norditaliener genetisch bedingt ein höheres Risiko aufweisen, Probleme mit einer Herzmuskelerkrankung zu bekommen – das betrifft vor allem Männer, die ohnehin biologisch anfälliger für Herzkranzgefäßerkrankungen sind als Frauen. Damit ist der Benefit dieser Auflage in Italien für die Sportler höher als sie anderswo in Europa ist bzw. wäre.

In seinem Beruf plädiert Dr. Holger Förster, seit vielen Jahren selbst begeisterter Teil der Laufszene, stets für regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen. Vor allem Männer bräuchten seiner Meinung nach mehr Anreize zu präventiven Arztbesuchen. Das sei generell gültig, nicht nur auf Sportler zutreffend. „Die Medizin, in diesem Fall leider, ist heute so gut, dass sie vieles reparieren kann. Mit der steigenden Lebenserwartung steigt auch das Gefühl der Leistungsfähigkeit. Das Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten geht dabei häufig verloren“, gibt er zu bedenken. Gesundheit und Gesundheitsvorsorge sind ein viel bedeutenderes Motiv zu laufen als die Leistung, um sich etwas zu beweisen.

Auch Lauf-Veranstaltern empfiehlt der gebürtige Osttiroler einen positiven Zugang in der Kommunikation über Gesundheitsuntersuchungen. „Ich nehme das Ereignis Salzburg Marathon als Anlass, mich tatsächlich um diesen Bereich meines Lebens zu kümmern. Ich mache etwas für meine Gesundheit und überprüfe zuerst, ob ich überhaupt gesund bin. Das sollte im Eigeninteresse eines Jeden sein, das zu tun und dafür auch ein bisschen Geld auszugeben.“ Das wäre laut Dr. Holger Förster eine vorbildliche Herangehensweise.


Das ausführliche Gespräch mit Dr. Holger Förster zum Thema sportärztliche Untersuchung: