Regeneration: Wichtiger Teil im Trainingsplan

Regeneration: Wichtiger Teil im Trainingsplan

Wer hart trainiert und sich systematisch auf sportliche Ziele vorbereitet, beschäftigt sich innerhalb eines Trainingsplan intensiv mit dem Thema Regeneration. Denn ohne die notwendige Regeneration kann kein gewünschter Trainingsreiz erzielt und das Risiko von Verletzungen und Erkrankungen minimiert werden.


RunAustria-Headcoach Johannes Langer erklärt:

„Regeneration ist das Um und Auf für alle Sportler. Aktive Regeneration wie lockeres Auslaufen oder leichtes Stretching leitet eine schnellere Erholung ein. Verstärkt wird der Effekt durch passive Maßnahmen wie das Bearbeiten der Faszien und Muskeln mit Rollen, durch Massage, Bäder, Wärme- und Kälteanwendungen, Elektrostimulation etc. Wichtig sind außerdem ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Entspannungsübungen und ganze Ruhetage.“


­Uneinig ist die Sportwissenschaft, ob aktive oder passive Regeneration im Trainingsprozess effektiver ist. Eine aktuelle US-amerikanische Studie kommt zur Erkenntnis, dass Probanden, die zwischen intensiven Einheiten aktiv regenerierten, einen besseren Erholungseffekt erzielten als jene, die still hielten und sich ruhig ausrasteten. Der Grund dafür liegt im besseren Blutfluss, da der Körper bei aktiver Regeneration (z.B. ganz lockeres Laufen) das Laktat besser verwerten kann. Die Gegenposition argumentiert, dass passive Regeneration zwischen Intervallen langfristig eine effektivere Wirkung hat, da der Kräftehaushalt besser reguliert wird und die geistige Müdigkeit stärker abgebaut wird.

Ein essentieller Part der gelungenen Regeneration ist ausreichender, regelmäßiger und hochwertiger Schlaf. Nur unter dieser Voraussetzung sind individuelle Spitzenleistungen möglich. Denn in der Schlafphase baut der Körper das beim Sport aktivierte „Stresshormon“ Cortisol ab, ein Hormon, das einem zirkadianen (regelmäßigen) Rhythmus folgt. In guter Harmonie fördert ein bewegungsreiches Leben die Schlafqualität, allerdings nicht, wenn man sich abends körperlich betätigt.

Sobald du am 19. Mai die Ziellinie in der Hofstallgasse vor dem Festspielhaus überquert hast, beginnt für dich die Regenerationsphase nach dem Erreichen deines sportlichen Ziels. Lege einige Tage die Beine hoch, lass dich Massieren, fülle deine Kohlenhydratspeicher wieder auf und schlafe viel und gut! Und höre ruhige Musik. Denn eine aktuelle Studie der University of London kommt zum Ergebnis, dass sanfte und langsame Musik den Regenerationsprozess nach sportlicher Aktivität beschleunigen kann.